
Sicher kennt jeder dieses Gefühl. Und es muss nicht immer unangenehm sein. Gerade sitze ich zwischen zwei Projekten. Das eine noch nicht ganz abgeschlossen, das andere noch nicht begonnen, aber schon in der inneren Planung.
Darüber hinaus werde ich ein neues Projekt beginnen, das mit Photographie nichts zu tun hat, aber nicht minder spannend ist. Schon einmal habe ich einen längeren Text verfasst, um dessen Veröffentlichung ich mich bis jetzt gedrückt habe. Zu sehr war dieser Text eine persönliche Verarbeitung, zu sehr war er einfach für mich wichtig, um etwas zu verarbeiten, das inzwischen auch schon weit zurück liegt.
Und auch wenn die wenigen, die den Text lasen, mich dazu drängten und noch immer drängen, ihn zu veröffentlichen - beginne ich einen neuen Text. Die Vorbereitungen hierzu sind fast abgeschlossen. Nein, keine Recherchen, noch nicht. Mein schöner kleiner alter Schreibtisch (von 1936) ist endlich aufgestellt, das Schubfach mit Füller, Kugelschreiber und Papier gefüllt. Der Rechner und der Monitor sind plaziert und seit sehr langer Zeit nicht nur für Bildbearbeitung.
Ich rechne damit, dass mich diese Arbeit erfassen wird. Rechne damit, dass ich kaum noch ruhige Minuten haben werde. Neben den zwei photographischen Projekten, Ausstellungen, Fotojobs, einem Bildband, der in der Planung ist und worüber ich mich sehr freue, werde ich nun auch wieder ein literarisches Projekt haben. Es steigt da eine Vorfreude in mir auf, die ich nicht beschreiben kann.
Es sind also nicht nur zwei Stühle, »zwischen denen ich zur Zeit sitzen darf«. Das Foto ist entstanden in der
Konstantinbasilika in Trier, in der ich am vergangenen Wochenende war. Sie ist wunderschön und unbedingt sehenswert.