22. Dezember 2008

Spuren

Einige der aufmerksamen Leser meines Blogs wissen, was mit mir ist. Und einige wissen auch, dass ich mich für Nicht-Perfektion interessiere, nein, dass ich sie für human halte. Und oft wurde mir gesagt, dass ich einen Hang zum Morbiden habe. Ganz sicher mag ich es, wenn Leben abzulesen ist. Wenn Dinge wie ein Ledersofa, ein schönes altes Auto, eine Häuserfassade, eine Kamera, ein Gesicht Spuren erkennen lassen. Gerade möchte ich einmal keine Spuren, vielmehr keinen Grund für tiefe Spuren. Aber danach wird man nicht gefragt. Manchmal werden die Fensterscheiben nicht eingeworfen, sondern sie fallen einfach ein. Dieser Tage wurde ich in den Psalmen getröstet: »Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz!« (Psalm 18)

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