8. November 2009

Neue Wege

© jörg kassühlke Meine neuen Projekte setzen mich wieder frei. Neue Eindrücke, neue Gedanken, neue Begegnugen. Und auch endlich wieder etwas mehr unterwegs, raus, weniger Bildschirmarbeit. Und auch wenn es seltsam klingen mag: mit der Kamera in der Hand auf Straßen unterwegs zu sein ist noch immer etwas, das mich entspannt. Dass mich sekündlich im Kopf frei macht. Wie kommt es nur, dass dies anders ist, wenn zwischen mir »und der Welt« dieses schwarze Gehäuse und das Glas davor ist. Warum es etwas »mit mir macht«, mich dem, was mir begegnet, eine andere Sicht gibt. Nun renne ich ja nicht ständig mit dem Sucher am Auge durchs Leben, sondern sehe zunächst mit meinen Augen, was sich vor mir ausbreitet. Und dennoch ist es oft so, als wäre da immer dieser Sucher vor meinem Auge. Und noch immer sind es auch Bilder, die da in mir auftauchen, die ich vor Jahren sah, zuweilen sogar vor Jahrzehnten, die mich prägten. Niemand hat mich da wohl mehr geprägt als Richard Estes.

Kommentare:

nika hat gesagt…

Lieber Jörg,

das Bild ist klasse! Schön, dass Du die Dinge auch mit Sucher vor dem Auge siehst, ansonsten würden ja wohl kaum so tolle Bilder entstehen :-)

Allerliebste Grüße, Nika

Sanne hat gesagt…

Wow - superschönes Foto!!!

Du bist halt kein Stuberhocker, auch wenn Du das manchmal ganz schön lange machst ...

Ich drück' dich,
Sanne