1. Februar 2010

Breughel

Noch nicht von einer Erkrankung genesen, wagte ich mich einige Meter aus dem Haus; denn Licht und traumhafte Schneelandschaften waren einfach zu verführerisch. So stand ich auf einem Hügel, der in dieser Jahreszeit viele Menschen mit ihren Schlitten anzieht. Nach kurzer Zeit war ich stark erinnert an ein Gemälde von Breughel. Und sah beinahe nur noch dieses Gemälde vor meinem inneren Auge, als ich die Leica aus der Tasche nahm und mein Bild förmlich machen musste. Eine wunderbare Atmosphäre, in der ich mich bewegen durfte. Schon in der Dämmerung, aber noch merkwürdig gleißend helles Licht am Firmament. Eine klare Sicht, Bäume markierten kristallscharf Ansichten, die wie gemalt schienen. Und überall Bewegung, Gespräch, lachende Kinder, Menschen, die sich schon seit ihrer Kindheit kennen und an diesem Ort viele Stunden gemeinsam verbracht haben. Kinder, die mit Großmama, Opa, Tante oder Geschwistern Platz nehmen und die eisige Fahrt nach unten wagten.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

und nun schmilzt er wieder dahin, die weißen Traumbilder weichen langsam dem bedückenden Grau. Viel zu selten konnte ich mit meinen beiden Knupsis auf die Piste, um solche Stimmungen zu genießen, denn auch ich bin noch immer nicht genesen, Hüstel!

Auf bald
Freund O.

jörg kassühlke hat gesagt…

Dann wünsche ich Dir baldige Genesung, mein Lieber. Und uns allen, dass nach Weiß und Grau schon bald Grün folgen möge.

Herzlich,

j.

Storms hat gesagt…

Du hast eine sehr schöne Art zu Schreiben. Tiefgründig und lebhaft.

Storms hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.