13. Februar 2010

Clown

© jörg kassühlke Bin kein Freund des Karnevals, des Faschings, wie man in dieser Region es nennt. Habe in Venedig Masken und Kostüme gesehen, die mich beeindruckt haben. Aber das, was es hier in meinem Zuhause zu sehen gibt, ist nicht wirklich meine Sache. Ist das schlimm? Verliere ich jetzt Freunde? Wie auch immer: clowneske Begabung, Verkleidung, Theater und Schauspiel können faszinieren, wenn es kreativ und verspielt ist und finden mein Gefallen, wenn es nicht nur um Bier und Schnaps geht. Das Spannendste aber; das, was mich wirklich an alledem interessiert ist: der Mensch. Das Geheimnis Mensch, das sich für mich nur irgendwie auflösen lässt, wenn der Schöpfer dahinter gedeutet und gesehen wird, dessen Abbild das Mysterium Mensch ist und sich nur hier ansatzweise entschlüsseln lässt. Und es taucht einer der Verse des Neuen Testaments auf, der mir am meisten bedeutet: »Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.« (1. Korinther 13) Entstanden mit meiner derzeitigen Traumkombination für Portraitfotografie: LEICA M9 und Summilux 1.4/50 mm asph.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

eigentlich finde ich Clowns irgendwie gruselig, Dieser hier ist aber ganz das Gegenteil.

Und die technische Kombination, mit der Du diesen schönen Moment festgehlten hast, ist der Kracher.

Der O.

jörg kassühlke hat gesagt…

Danke....

Liebe Grüße,
j.

Rinchen hat gesagt…

Sie haben einen wunderschönen Blog. Ich hoffe, ich habe demnächst mehr Zeit, diesen genauer zu studieren.
Ich mag auch kein deutsches Karneval. Wussten Sie schon, dass kaum Venezianer beim Venezischen Karneval teilnehmen und diese langsam die stinkende Stadt verlassen?

Rinchen

jörg kassühlke hat gesagt…

Danke...

Vor einigen Jahren erlebte ich einen besonderen Moment in Venedig; denn es war erstaunlich ruhig und wenig überlaufen an jenem Tag. So zog ich durch Gassen, in denen kein Mensch war. Und ich ahnte, wie es früher einmal gewesen sein muss. Und welchen Zauber diese Stadt einmal gehabt haben muss. An diesem Tag konnte auch ich mit ihm nicht entziehen.

Viele Grüße,
j.