9. Februar 2010

Ohn-macht

Sieht man schlecht, wenn man wenig sehen kann? Ist es wirklich ein Handicap, wenn es undurchsichtig oder nebelig ist oder wird? Ganz sicher liebe ich das Licht. Und das meine ich auch im übertragenen, tieferen Sinne. Aber ich liebe auch Novembernebel; sogar wenn sie im Februar das Weiß verschleiern. Wenn der Schnee bis an den Oberschenkel reicht, man förmlich darin versinkt. Wenn gar nichts mehr klar scheint, aber dennoch nicht unklar ist. Wenn wir mit unseren unvorstellbar vielen Mitteln zuweilen macht-los sind, dann fühle ich mich nicht unwohl. Ganz im Gegenteil. Ohn-macht ist eines meiner Lieblingsthemen. Es ist nicht schlecht, wenn man, wenn wir nichts tun können. Dann kann ein ganz Anderer "tun". Und das ist das Beste, was uns passieren kann, so glaube ich.

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