12. April 2011

Hingeben

Wie gut es ist, dass wir das "Alte" hergeben dürfen, sogar besser noch: hingeben. Ablegen. Und neu beginnen. Das Alte einfach stehen lassen, es sich selbst überlassen. Umdrehen und weitergehen. Wie dankbar ich dafür bin. So lasse ich einfach stehen, kehre um und gehe in Richtung Licht. Dahin wo gerade das Licht durch die Wolken dringt und Strahlen bis zum Boden reichen. Und lasse den maroden Bau hinter mir. Er gehört nicht mehr zu mir. Ich darf abgeben und mache genau das voller Erleichterung. Sünde, Buße, Abgeben. Begriffe, die wie aus einer anderen Welt zu sein scheinen. So ist es. Aber wir können, ich kann sie hier in Anspruch nehmen. Kann abladen, bei Ihm und darf es wissen, dass es weggenommen ist. Wie eine Schuld auf der Bank, die jemand für mich bezahlt. Und ich es schlicht kaum glauben kann. Immer wieder den Auszug der Bank nehme, ihn ansehe und stelle fest: der Kontostand ist auf Null. Das kann doch nicht sein. Es ist alles bezahlt. Danke dafür. Aber - wer hat das getan? »Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.« (Jer. 31,34)

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