16. April 2011

Leica M9 und 50mm Summilux asph.

Sicher ist mir bekannt, dass die besten Brennweiten für Portraitfotografie 75, 80, 90 oder gar 105 sind. Wenngleich gerade Cartier-Bresson sich den längeren Brennweiten verweigerte und sie gar mit dem Hörrohr für den Großvater verglich. Er bevorzugte wie ich die Normalbrennweite für das Portrait. Sicher auch, weil er eben mit dem »Hörrohr« nicht die Menschen verschrecken wollte, die er zu portraitieren hatte. Auch schien HCB wenig von Schärfe zu halten; denn mehr als nur einige seiner Portraits waren mit Bewegungsunschärfen versehen. Schärfe ist unwesentlich, so ein anderer großer Fotograf, der auch das 50er für seine Menschenbilder einsetzte, Paolo Roversi, dessen Sujets aber eher in der Modewelt zu finden waren. Wie auch immer. Auch ich bevorzuge das 50er für Portrait und liebe ganz besonders das Summilux 50mm asph., über das ich schon einmal an anderer Stelle hier im Blog berichtete. Und noch immer überzeugt mich die Kombination Leica M9 und besagtes Summilux 50mm asphärisch in jeder Hinsicht, wenn ich es für Portraits einsetze. Ich liebe es, wie diese zwei Komponenten miteinander harmonieren. Liebe es, wie der Vollformatsensor der Leica M9 auf die wunderbare Räumlichkeit und die offene Blende des Summilux reagiert. Zudem wirkt - wie oben beschrieben - diese Kombination zu keinem Zeitpunkt monströs auf den Menschen, der abgebildet wird, eher dezent, eher unauffällig. Passend zum ganzen M-System, das eben dezent und unauffällig wirkt. Und man zuweilen auf der Straße beinahe belächelt wird, mit welch kleiner oder old-stylish Kamera man unterwegs ist. (Foto: © jörg kassühlke)

Kommentare:

Ulrich hat gesagt…

Da kann ich Dir nur beipflichten, das 50 lux ist einfach wunderbar. Und Dein fabelhaftes Porträt ist der passende Beleg.

jörg kassühlke hat gesagt…

Danke, mein Lieber. Über Dein spezielles Lux habe ich schon in Deinem Blog gelesen. Freue mich schon auf unser Eggleston/König-Erlebnis :)