24. Mai 2012

Im falschen Mittelpunkt


Manchmal steht man vielleicht im Mittelpunkt und will es gar nicht. Wollte das nie. Das Spotlight direkt auf mich gerichtet, und es fällt schwer, die anderen um mich herum überhaupt noch zu erkennen, so sehr blendet das Licht. Bisher war ich zwar auch mitten drin, aber nicht so. Nicht ein solcher falscher Mittelpunkt, der ich gar nicht sein will.
Und schon will ich mich ducken. Und schon auch behaupten. Und schon ist im grellen Licht jede Falte zu sehen. Werden Dinge an mir, vielleicht sogar in mir nicht nur sichtbar gemacht, sondern aufgepumpt wie ein weißer Ballon, der immer größer zu werden und schon bald zu platzen droht. 
Wenn selbst in den Kreisen, in denen ich mich sicher oder gar geborgen fühlte, es unsicher für mich wird. Wenn selbst da, wo ich mich eigentlich respektiert und angenommen wusste, plötzlich Zweifeln entstehen und mir Halt verloren geht. Wenn die Mauer, die mich abgrenzt, nun einen falschen und scheinbaren Schutz bietet - wo finde ich dann noch Halt? Wo hin sollte ich gehen?
»Nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob«, heißt es in Römer 15,7.
Wie hat uns Christus angenommen und wie nimmt Er uns noch heute an?
So wie wir sind.
Wenn alles weg bricht; wenn jeder Halt zu fehlen scheint, dann gibt es aus meiner Sicht nur noch den einen Weg: geh zu Jesus. Wie solltest Du das tun? Wie kommst Du da hin? Wie weit ist der Weg zu Ihm? Es ist der kürzeste Weg: nenne nur Seinen Namen, seinen heiligen Namen. Und Er ist da. Und hört Dich. Und gibt Halt. Kein Felsen, auf dem Du stehen könntest, steht fester und unerschütterlicher. 

Keine Kommentare: